Topinambur

Information für Förster, Jäger und Waldbesitzer

mehrjährige Nutzung
Deckung und Wetterschutz
fördert die Gesundheit der Tiere
ganzjährige Äsung

Allgemeines

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde bei einer Hungersnot in Europa die Topinambur von Indianern (einem Stamm der in Kanada lebenden Topinambur) übernommen. Sie gelangte durch Seefahrer nach Frankreich und wurde an den Fürstenhöfen als Delikatesse angebaut.

Die Topinambur ist eine Sonnenblume, die keine großen Blütenscheiben, dafür aber unter der Erde ein Gelege von Knollen in der Art von Kartoffeln ausbildet. Sie kann bis zu 4 m hoch werden, die Knollen sind frosthart und können den Winter über im Boden bleiben, was wichtig für die Haltbarkeit und die Aufbewahrung ist.

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wird Topinambur wieder verstärkt als Wildackerpflanze angebaut.

Rote Waldspindel, wächst schnell und liefert eine große Pflanzenmasse. Es empfiehlt sich jedoch eine Wildackermischung aus frühen und späten Sorten mit unterschiedlicher Krautentwicklung und Knollenreife.

Vorteile

Topinambur hat einen besonders hohen Stellenwert als "Dauerwildackerpflanze":

ganzjährige Äsung (Kraut im Sommer, Knollen im Winter)
Deckung und Wetterschutz für Hoch- und Niederwild im Sommer und Winter (Höhe 2,5 - 3,5 m)
Hoher nährphysiologischer Wert fördert die Gesundheit der Tiere (Eiweiß + Mineralstoffe + Vitamine)
einmal gepflanzt - viele Jahre genutzt!
Ablenkungs- oder Köderpflanzung
gedeiht auf allen Böden (außer Staunässe)
winterhart
wird als Futter vorn Wild gut angenommen
Die Knollen erfrieren nicht, so lange Bodenkontakt besteht

Anbauhinweise

Das Pflanzgut ist nach der Ankunft sofort auszupflanzen. Ansonsten bitte sofort aus der Verpackung nehmen und mit Erde abdecken.

Pflanzzeit:

Herbst bis Frühjahr (Ende April)

Einige Knollen bleiben im Boden (sehr vermehrungsfreudig).

Pflanzabstand:

in der Reihe 30 - 40 cm

zwischen den Reihen ca. 60 cm

Pflanztiefe:

ca. 5 - 10 cm tief

Erntezeitpunkt:

wenn Kraut vergilbt

Keine weitere Pflege!